Samstag, 17. November 2012

12. bis 17. Novermber


 
Unter der Woche war nicht viel zu schaffen. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es überhaupt nicht mehr hell wird draußen. Am Freitag sind wir auch im Dunkeln zum großen blau-gelben Einrichtungshaus aufgebrochen. Dort haben wir eingekauft, als ob wir gar nicht mehr renovieren würden. Für andere sah das bestimmt total normal aus. Ein Einkaufswagen voller Deko und Gedöns. Ok – ein kleines Regal war auch dabei, eine Lampe für die Küche und so unnütze Stangen, die man an Gardinen  hängt, um die hin und her zu schieben. An der Kasse war dann auch alles ganz normal – wir haben ein mittleres Vermögen auf die Kreditkarte gebucht.

Aber dann am Samstag war es tatsächlich doch plötzlich hell draußen! Und da es auch noch ungewöhnlich warm war, fast schon frühlingshaft, habe ich mal wieder gepuzzelt! Einige Stunden habe ich damit verbracht die Pflastersteine nach Größen und Formen zu sortieren und den Graben im Hof verschwinden zu lasse. Auch wenn mein Tempo kein bisschen schneller geworden ist, kam es heute zu einem besonderen Ereignis. Bei der Produktion eines Autos ist der emotionalste und schönste Moment für den Autoliebhaber, wen der Motor mit der Karosserie vereint wird. Dies ist die Hochzeit. Die Geburt des eigentlichen Autos! Dieses warme und schöne Gefühl durchströmte mich auch als es gelang die Nordseite und die Südseite des Grabens zu verbinden. Für die einen ist es nur ein weiterer Pflasterstein, der wieder an seiner Stelle sitzt. Für die anderen ist es ein Zeichen an die Welt. Ein Symbol für das Einreißen von Grenzen, das Verschließen von Gräben. Ein vorweihnachtliches Bildnis für die Völkerverständigung!!!  Ich könnte noch ewig von diesem Moment berichten, aber wir wollen ja nicht übertreiben. Am Ende des Tages mussten wir jedenfalls nicht mehr über ein Holzbrett in unser Haus laufen. Das war auch viel wert.
 

Kommentare:

  1. Halleluja, an Marcus ist ja ein echter Poet verloren gegangen obwohl mir der Zynismus im erten Absatz persönlich noch besser gefällt!

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  2. Völker hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!

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