Sonntag, 8. Dezember 2013

Neue Beerenpflanzen


Bei einem unseren Baumarktbesuche Mitte November sind wir an einem großen Wagen vorbeigekommen auf dem alles voll mit Pflanzen stand. Ein großes Schild schien alle Pflanzen quasi zum Tode zu verurteilen:

„Statt Überwintern – Jede Pflanze 2 Euro“

Natürlich konnten wir nicht daran vorbei laufen ohne unseren eigenen Einkaufswagen vollzuladen. Es gab die verschiedensten Beerenpflanzen. Alle als Busch geschnitten. Da das ein vollkommen ungeplanter Einkauf war, wussten wir gar nicht welche Sorten und Arten denn nun in unseren Garten sollten. Wir haben als logische Konsequenz einfach von jeder Sorte eine Pflanze gekauft.




Eigentlich sollten die Beeren später im hinteren Garten wachsen. Dort ist aber noch Nichts fertig und daher wäre es sinnfrei dort jetzt Büsche zu pflanzen. Also habe ich einfach drauflos gegraben und die Büsche auf dem Hof verteilt. Auf der linken Seite an der Mauer zum Nachbarn wächst ja bisher nur Topinambur. Dazwischen sind nun zwei Bereiche mit Beerenbüschen entstanden.

 
Vorne sitzen zwei Stachelbeeren (Sorte: Hinnonmäki gelb und grün) und eine Jostabeere (Kreuzung aus schwarzer Johannesbeere und Stachelbeere)


Etwas weiter hinten habe ich eine rote Johannesbeere (Sorte: Jonkeer van Tet’s) und eine schwarze Johannesbeere (Sorte: Titania) gepflanzt



Am Hühnergehege haben wir ja bereits das Klettergerüst für die Brombeeren aufgestellt. Auch hier hätte ich wahrscheinlich nicht diese Sorte ausgewählt, aber nun waren die Pflanzen halt da. Falls die Beeren nicht schmecken sollten, werden sie gegen andere Sorten ausgetauscht. Links sitzt eine Pflanze der Sorte „Oregon Thornless“ und rechts wächst „Black Satin”. Zwischen die beiden Brombeeren kam noch die dritte rote Stachelbeere „Hinnonmäki rot“  


Eine Pflanze war noch übrig. Das ist eine „Vitalbeere“. Da wir ja schon im letzten Jahr drei „Gesundheitsbeeren“ gepflanzt haben, konnten wir nicht wiederstehen. Wenn die heutige Ernährungsindustrie sich so viel Mühe gibt, die Verbraucher zu beeindrucken, dann wollen wir ihnen den Gefallen tun und schwer beeindruckt sein. Wenn unsere Gojibeere ersteinmal Früchte trägt, werden wir bestimmt viel vitaler sein…

Goji-Beere (Vitalbeere)

Die Gjibeere taucht in der ursprünglichen Gartenplanung gar nicht auf. Aber wir denken, dass der Platz hinten im Garten an der Wand gut geeignet ist und sie dort hoffentlich nicht im Wege stehen wird, wenn der Garten hinten gestaltet wird.

 


 

 

 

erste Topinambur-Ernte

Wie ich ja schon beschrieben habe, haben wir in diesem Jahr zum ersten Mal Topinambur im Garten.

Gepflanzt wurden die Knöllchen am 28.März (Beitrag zur Pflanzung) und wie man am 9. Juni (Beitrag zum Wachstumsvorschritt) sehen konnte, sind die auch alle gut angewachsen. Am 17.September sieht man dann dass die Pflanzen sich deutlich unterschiedlich entwickelt haben. Ein paar Pflanzen sind zwei Meter hoch, haben sich oben gut verzweigt und viele Blüten entwickelt. Der Rest ist nur ca. einen Meter hoch, ohne Verzweigung und nur eine winzige Blüte. Vielleicht liegt es am Boden, vielleicht zu wenig Wasser, vielleicht waren die gepflanzten Knollen zu klein – ich weiß es nicht!

Im Hintergrund an der Wand wächst Topinambur
 
Aber eigentlich auch egal, denn am 8. Dezember habe ich die ersten Knollen geerntet. Ich habe die drei größten und kräftigsten Pflanzen ausgewählt.



Mit der Grabegabel habe ich einfach  in die trockene, lockere Erde gestochen und schon waren die Knollen freigelegt.



Von den drei Pflanzen habe ich diesen kleinen Berg eingesammelt. Auf der Waage gab das später 1,6 kg. Viel mehr als ich erwartet hatte. Obwohl die Mäuse auch schon da waren und ein paar Knollen angefressen haben, wie man auf dem zweiten Bild sehen kann.




Die Knollen wurden noch am selben Tag verarbeitet. Bei uns gab es Topinambur-Stampf als Beilage zum Fisch. Das Rezept habe ich aus dem Internet und es ging ungefähr so:
 

Topinambur – Stampf (Beilage für 2-3 Personen)

 500 g     Topinambur ungeschält
2-3 Schalotten
Sekt (für das Essen ca. 50-100 ml, Rest ist für den Koch!)
100ml Sahne
50ml Milch

Olivenöl, Butter, Salz, Pfeffer, Thymian, Lorbeerblatt, Kerbel (getrocknet und gerebelt), Koriander (getrocknete und gemahlen)

Topinambur schälen (es bleiben ca. 400 Gramm übrig) und in kleine Stücke schneiden. Schalotten in kleine Würfel schneiden. Schalotten und Topinambur in Olivenöl andünsten.
Leicht salzen und pfeffern und 15 min köcheln. Sekt dazugeben und weiter andünsten.

Sahne und Milch einrühren. Thymian, Lorbeerblatt, Kerbel und Koriander nach Geschmack zugeben  und das ganze ca. 30 min. auf kleiner Flamme kochen lassen.

Wenn der Topinambur weich gegart ist, alles durch ein Haarsieb abtropfen lassen und den gewonnenen Sud, für die Zubereitung der Sauce, wieder in den Topf. Ich habe Fisch dazu gebraten und daher eine Sauce mit Fischfond angerührt.
Topinambur stampfen. Mousse anschließend mit etwas Butter und Salz und Pfeffer abschmecken.
 

Ich fand das wirklich lecker und werde mit Sicherheit Topinambur wieder anpflanzen. Es war nicht nötig das ganze Jahr auch nur irgendeine Arbeit zu investieren und dennoch eine gute Ernte eingefahren. Im Sommer sah das Gemüse sogar richtig schön aus. Eine optimale Pflanze für den faulen Gärtner.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Tiere im Garten


Auch in diesem Jahr haben wir wieder einige schöne und interessante Tiere im Garten gefunden. Eigentlich sind in unserem Garten wenig Tiere unterwegs. Wir haben kaum Vögel und auch sonst ist da nicht viel los. Aber einige Besonderheiten haben wir für euch fotografiert:
Die Raupe eines Weidenbohrers lebt in unserer alten Kopfweide:



Im Juli und August haben sich einige Schmetterlinge an unseren Schmetterlingsflieder im Sonnenbeet auf dem Hof verirrt, darunter auch dieser wunderschöne Schwalbenschwanz:

 
Ein häufiger Gast an unseren Blumen ist der kleine Fuchs:


Vermutlich aufgrund unseres ungepflegten Gartens, indem in jeder Ecke Unkraut und vor allem Disteln wachsen haben wir auch einige Distelfalter beobachten können:


Ich fand aber diesen Gast hier am spannendsten:



Auf dem Bild noch kaum zu erkennen ist ein großes Heupferd. Auch diese Bilder habe ich im Sonnenbeet auf dem Hof gemacht. Dort scheint sich doch noch am meisten abzuspielen:


Von unserem ungeliebten Mitbewohner, dem Marder, haben wir dieses Jahr auch fast nichts mitbekommen. Einmal nur haben wir Spuren gefunden, die vielleicht von ihm waren. Aber sicher sind wir uns da auch nicht.

Auch den Igel aus dem letzten Jahr haben wir nicht mehr gesehen. Keine Kröten, Frösche und Eidechsen.

Der Steinkauz, der letztes Jahr regelmäßig auf unserer Scheune saß und nachts „rumgeschrien“ hat, ist auch nicht wiedergekommen. Mal sehen wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt.